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Ökologische Baumwolle – was bedeutet das eigentlich?

Ökologische Baumwolle – was bedeutet das eigentlich?

Ökologische Baumwolle
Was ist das eigentlich? Ist sie besser? Für wen? Was macht sie so ökologisch? ImseVimse hilft dir, das zu verstehen!


Bekämpfungsmittel / Emissionen
Baumwolle macht nur einen sehr kleinen Teil von dem aus, was weltweit angebaut wird (ca. 2,5%) und trotzdem ist sie verantwortlich für 25 % der gesamten Emission von Schädlingsbekämpfungsmitteln. Bei der Baumwollgewinnung liegt der Anteil ökologischer Baumwolle bei weniger als 1%. Chemische Bekämpfungsmittel sind schädlich für die Tier- und Pflanzenwelt und natürlich für die Menschen, die damit arbeiten. Außerdem gelangen sie ins Grundwasser und vergiften den Boden.


Ökologischer Anbau
Um Baumwolle ökologisch nennen zu können, muss sie komplett ohne chemische Bekämpfungsmittel oder künstliche Dünger angebaut werden.

Um die Auslaugung der Böden zu vermeiden, müssen die Bauern von Jahr zu Jahr die Kulturen auf den Feldern verändern. Das macht den Boden fruchtbarer und nicht so anfällig für schädliche Insekten. Der Boden für ökologische Baumwolle muss vor dem Anbau bereits mindestens drei Jahre frei von Chemikalien gewesen sein.

Ökologischer Baumwollanbau bedeutet weniger Ertrag und höherer Arbeitseinsatz. Das ist gut zu wissen, falls man die Preise vergleicht und feststellt, dass Produkte mit ökologischer Baumwolle oft teurer sind, als die mit Baumwolle, die mit chemischen Düngern und Bekämpfungsmitteln angebaut wurde.

Ein anderes Problem ist, dass enorme Mengen Wasser für den Baumwollanbau erforderlich sind. Das gilt gleichermaßen für ökologische sowie für Baumwolle mit chemischen Bekämpfungsmitteln. Es gibt Beispiele von Seen, die beinahe verschwunden sind, da das Wasser zur Bewässerung von Baumwollplantagen benutzt wurde.


Control union certification
Unsere Baumwolle kommt ausschließlich von Herstellern, die kontrolliert und zertifiziert wurden durch „Control Union Certification“.

Control Union Certification ist eine Organisation, die den Kriterien für die Herstellung von ökologischer Baumwolle gemäß zwei verschiedenen Programmen folgt; GOTS (Global Organic Textile Standard) und „Organic Exchange Certification“.


Um Baumwolle als ökologisch einzustufen bedarf es also Folgendes:

  • Sie muss hergestellt werden unter Verzicht auf chemische Bekämpfungsmittel und künstliche Dünger
  • Der Boden, auf dem die Baumwolle angebaut wird, muss mindestens seit drei Jahren frei von Chemikalien sein.
  • Der Anbau muss variiert werden mit anderen Kulturen
  • Ökologische Baumwolle muss zertifiziert werden, um sich ökologisch nennen zu können.

 

Quelle und Inspiration: Sveriges konsumenter – Stilmedveten

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